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Betriebliche Altersversorgung VBL
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Position:   VBL 

Aktuelles:

VBL-Antrag und Info zur Berücksichtigung von Mutterschutzzeiten vor dem Jahr 2012

Betriebsrente der VBL im Wandel - eine Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung?

Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) ist eine Versorgungseinrichtung des Öffentlichen Dienstes und soll den Arbeitnehmern des ÖD eine Zusatzrente zur gesetzlichen Rente bieten, die eine gewisse Angleichung an die Beamtenpensionen gewährleisten soll. Das System wurde immer wieder reformiert und mit den Jahren immer mehr ausgehöhlt.
Zum 31. Dez. 2001 wurde das bisherige Gesamtversorgungsystem geschlossen und durch eine neue Betriebsrente mit Punktesystem ersetzt. Bisher erworbene Anwartschaften sollten erhalten bleiben und ihre Höhe durch die Berechnung individueller Startgutschriften ermittelt werden.
Diese Änderung ist jedoch in die Kritik geraten, da sie vor allem die rentenfernen Jahrgänge (ab Geburtsjahr 1947) stark benachteiligt. Auch scheinen die Startgutschriften teilweise sehr willkürlich festgelegt zu sein. Dies führte zu einer Reihe von Gerichtsprozessen, die aber nur z.T. Erfolg hatten und zu Korrekturen der Berechnungen geführt haben. Jedoch konnten nicht alle bemängelten Punkte korrigiert werden. Weitere Klagen sind deshalb sehr wahrscheinlich.
Geregelt wird die Umstellung im Tarifvertrag ATV, den sowohl die VBL, BMI, TdL, VKA, als auch hochrangige Gewerkschalftsvertreter von verdi, GEW  und dbb Tarifunion ausgehandelt haben.
Durch die Komplexität der Einzelberechnungen scheinen dabei die Auswirkungen aus dem Blickfeld geraten zu sein. Durch die Umstellung des Systems wurden die zu erwartenden Zusatzrenten sprunghaft um teilweise bis zu 50% gekürzt.
Das Umlageprinzip ist noch erhalten geblieben, allerdings scheint die VBL eine Umstellung auf Kapitaldeckung anzustreben, da sie einen Teil der Überschüsse nicht ausbezahlt, sondern einen stetig wachsenden Kapitalstock aufbaut.
Hier liegt ein allgemeiner Konflikt aller zukünftigen Rentensysteme:
Es ergibt sich also durch die Systemumstellung zwangsläufig eine Doppelbelastung der "Sandwich-Generation" 30+ bis -60. Ein für alle fairer und tragbarer Kompromiss ist hier jedoch, wie in anderen Systemen auch (Staatliche Rente, Pflege, Gesundheitswesen, etc.), nur schwer zu finden.

Wie geht es nun weiter mit der Zusatzversorgung?
Seitens der Gewerkschaften wurden Verhandlungen zur Biometrie und dem Rechnungszins zugesagt. Diese stehen aber noch aus.

Zum besseren Verständnis der komplizierten Situation lesen Sie bitte weiter auf unseren Seiten
VBL im Wandel der Zeiten: hier stehen Daten und Fakten, wie sich die VBL und das Zusatzrentensystem historisch entwickelt haben
VBL-Startguthaben: der Versuch, die Berechnungsgrundlagen des bei der Systemumstellung 2001 eingeführten Startguthabens verständlich darzustellen; Kritik, Problempunkte, Gerichtsurteile, neues System (Punktesystem)
VBL-Folgen: Analysen, Meinungen, Kritiken; daran arbeiten wir noch, bitte etwas Geduld.


Stand: 6.3.2012   © Ver.di-Betriebsgruppe am KIT      Email: info ät wir-sind-kit.de