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Aktuelles zum Urlaub
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Position:   Urlaubsurteil 

Aktuelles:

Flugblatt zur TV-L Urlaubsregelung 12/2012

TS Info Urlaub

Der TVöD-Abschluß berüchsichtigt das Urteil bereits! Siehe FAQ zur Tarifeinigung 2012, Seite 3ff.


Nach unserer Rechts-
auffassung gilt das auch für Beamte:   Info für Beamte
Allerdings gelten hier längere Fristen.

Tarifabschluss im TV-L-Bereich:

Aufgrund der Tarifeinigung vom 09.03.2013 erhalten alle Beschäftigten im TV-L-Bereich unabhängig vom Alter einen Urlaubsanspruch von 30 Tagen, Azubis 27 Tage.

(Vor der Einigung hatte die Arbeitgeberseite die Urlaubsregelung zum 31.12.2012 gekündigt und alle ab 01.01.2013 neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen bekamen einheitlich nur noch 26 Tage Jahresurlaub.)

Tarifabschluss im TVöD-Bereich zum Thema Urlaub:

Lebensalter Bisheriger Urlaubsanspruch Neuer Urlaubsanspruch  Differenz
Bis vollendetem
30. Lebensjahr
26 Arbeitstage  29 Arbeitstage + 3
Bis vollendetem
40. Lebensjahr
29 Arbeitstage 29 Arbeitstage  +/- 0
Bis vollendetem
55. Lebensjahr
30 Arbeitstage 29 Arbeitstage  - 1
Nach vollendetem
55. Lebensjahr
30 Arbeitstage 30 Arbeitstage   +/- 0


Besitzstandsregelung
Beschäftigte, die bereits das 40. Lebensjahr vollendet haben oder es bis zum 31. Dezember 2012 vollenden werden, sollen für die
Dauer ihres zum selben Arbeitgeber fortbestehenden Arbeitsverhältnisses den Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen behalten.

BAG-Urteil: Mehr Urlaub für unter 40-Jährige

Auf Grund eines Urteils des Bundesarbeitsgerichtes vom 20.3.2012 stehen allen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes (TVöD) einheitlich 30 Tage Urlaub zu. Dies betrifft die unter 40-Jährigen, die bisher nur 26 bzw. 29 Tage Urlaubsanspruch hatten.
Wegen der wortgleichen Formulierung des entsprechenden Paragraphen ist das Urteil nach Auffassung der ver.di-Rechtsabteilung auch auf den TV-L übertragbar.

Da die Urteilsbegründung bisher noch nicht vorliegt, herrscht in vielen Detailfragen Unklarheit und damit auch Unsicherheit. Daher haben wir den Betroffenen dazu geraten, ihren Anspruch möglichst bis zum 30.3.2012 geltend zu machen, da dies die früheste Frist ist, zu der Ansprüche verfallen könnten. Die nächst spätere Frist für Ansprüche aus 2011 ist der 30.9., da dann Urlaub aus 2011 generell verfällt.

Mittlerweile hat der Arbeitgeber reagiert: In der Mail vom 30.3.2012 hat PSE eine mitarbeiterfreundliche Vorgehensweise zugesagt. Inwieweit die zahlreichen Anrufe zu der nun angekündigten Verfahrensweise mit beigetragen haben, mag sich jeder selbst überlegen.
Anträge sind nicht mehr nötig und PSE wird nach Erhalt der Urteilsbegründung und Klärung der Rechtslage eine Verfahrensweise vorstellen. Sollte es dann noch zu unterschiedlichen Rechtsauffassungen kommen, wäre immer noch bis zum 30.9.2012 Zeit, Anträge zu stellen oder Klagen anzustrengen. ver.di-Mitglieder würden dann auch notfalls von unseren Anwälten vertreten werden.


By Pictofigo, via Wikimedia Commons

Stand: 11.03.2013       © Ver.di-Betriebsgruppe am KIT      Email: info ät wir-sind-kit.de