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Tarif- und Besoldungsrunde 2014 (TVöD)
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Position:   Tarifverhandlungen TVöD 2014

Aktuelles:

Tarif-Info zum Abschluß

Flugblatt zur 2.Tarifrunde

Bericht zum ersten Verhandlungstermin

Flugblatt zu den Forderungen

Presseerklärung zum Forderungsbeschluss

Flugblatt zum Auftakt

Wie? Was?

Die Gewerkschaften wollen schon wieder mehr Geld?

An dieser Stelle wollen wir klären, warum mehr Geld in Arbeitnehmerhand auch volkswirtschaftlich richtig ist. Und natürlich, ob überhaupt etwas zum Verteilen da ist. Schließlich finanziert sich der Öffentliche Dienst ja nicht aus Exporten sondern aus Steuermitteln!
Dazu wollen wir auf folgende Fragen eingehen:
Hier geht es zum Zeitplan der Tarifverhandlungen und zu den Forderungen, wie sie auf den verschiedenen Ebenen von ver.di diskutiert und empfohlen werden, bis sie schließlich von der Bundestarifkommission beschlossen werden. Es beginnt zunächst mit den Forderungsempfehlungen der KIT-Betriebsgruppe von ver.di.

Was bedeutet mehr Geld in Arbeitnehmerhand allgemein?

Arbeitnehmer geben mehr vom verfügbaren Geld aus, als Besserverdienende oder Reiche. Also fließen Lohnsteigerungen stärker in den Konsum und steigern damit die Nachfrage als Einkommenszuwächse bei den Bessergestellten. Die Binnennachfrage stützt die Konjunktur und wird auch vom europäischen Ausland der €-Zone von Deutschland verlangt.
Wie also entwickelte sich die Lohnquote in den letzten Jahren?
Lohnquote
Eine Steigerung der Lohnquote um ein Prozentpunkt bedeutet einen Einkommenszuwachs von etwa 16 Mrd. € im Jahr.
Die um fünf Prozentpunkte niedrigere Lohnquote seit 2000 entspricht somit knapp 80 Mrd. € Einkommensverlust für die Arbeitnehmer/-innen im Jahr!

Kommt es einem nur so vor, oder sank die reale Kaufkraft im letzten Jahrzehnt?

Reallohnverluste trotz Lohnsteigerungen seit 2000:
realer und nominaler Lohn
Der Eindruck täuscht nicht! Ab 2000 stagnierten die Arbeitseinkommen und waren sogar rückläufig bevor sie erst seit 2010 wieder verhalten anstiegen. Und das geschah nicht von alleine!

Geht's uns zu gut?

Ein Vergleich mit anderen Branchen sieht so aus:
Branchenvergleich
Produktivität und Inflation (= sog. "Verteilungsspielraum") stiegen seit 2000 um rund 41%, die Einkommen im öffentlichen Dienst jedoch nur um etwa 29%! Um das auszugleichen, wäre eine Lohnsteigerung von 12% erforderlich!

Gibt es einen Nachholbedarf?

Den gibt es allerdings! Wie obige Grafik zeigt, müssten die Gehälter im TVöD (und nicht nur dort) um 12% steigen, damit wir wieder dort sind, wo wir 2000 waren!

Gibt's überhaupt was zu verteilen?

Aber wer soll das bezahlen? Bund, Länder und Kommunen klagen doch immer wieder über leere Kassen!
Wie sehen denn die Steuerschätzungen für die nächsten fünf Jahre aus?
geschätzte Steuerentwicklung
Und falls was dazwischen kommt, wie z.B. eine Verschärfung der Eurokrise, dann sollte man viele Steuerfander für Unternehmen und (Super)Reiche einstellen! Denn jeder bringt ein vielfaches von dem, was er kostet! Stattdessen gefallen sich die Länder darin, sich mit dem Argument laxer Kontrollen bei den Unternehmen gegenseitig Konkurrenz zu machen. Das muss aufhören!
Auch sei an die Einnahmeausfälle erinnert, die die Regierungen der letzten Jahre zu verantworten haben:
Steuergeschenke

Fazit: Geld ist genug da! Es ist nur an der falschen Stelle!

Und um das zu ändern, braucht es eine Lohnbewegung und starke Gewerkschaften!
Oder glauben Sie wirklich, dass Gehaltserhöhungen von alleine kommen?

Stand: 2.4.2014       © Ver.di-Betriebsgruppe am KIT      Email: info ät wir-sind-kit.de