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Wir sind das KIT! LoB - Wirkungsweise
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| Position: KIT 2.0 / LoB / Wie wirkt LoB? |
LoB enthält in der gegenwärtigen Form einige
Geburtsfehler, von denen im Folgenden vier benannt werden.
Die auf der Seite
Funktionsweise
geschilderte mehrfache Durchschnittsbildung kann ganz schnell
dazu führen, dass aus guten und damit überdurchschnittlichen
Bewertungszahlen unterdurchschnittliche werden. Darauf haben weder der
Bewertende noch der Bewertete irgend einen Einfluß. Und es ist
auch nicht vorher bekannt, um wie viel die Kennziffern nach unten
"korrigiert" werden. Der Bewertende weiß also nicht vorher, ob
z.B. eine 3,1
am Ende
nicht zu einer 2,3
wird.
Und damit aus einem guten Lob
ein mäßiger
Tadel.
Wer
das
zum ersten Mal hört und an der Richtigkeit der Darstellung
verständliche Zweifel hat, dem sei gesagt: Genauso ist es! Und
genauso erging es auch dem Autor, als er das erste Mal von LoB
hörte.
Kein Vorgesetzter sieht es gern, wenn seine Bewertung
verwässert wird. Schließlich hat er sich Mühe gegeben,
seine Mitarbeiter gerecht und angemessen zu bewerten. Da will sich
niemand durch einen anonymen Apparat hinein reden lassen. Also wird der
Vorgesetzte versuchen, das Niveau hochzuhieven, damit am Ende für
die Beurteilten wenigstens mehr als der Durchschnitt übrig bleibt.
Das ist nicht etwa eine Befürchtung, genau das konnte in den
bisherigen LoB-Runden beobachtet werden. Und die betroffenen Kollegen
geben in persönlichen Gesprächen auch durchaus zu, so zu
verfahren.
Was sollen sie auch sonst anderes tun? Am Ende läuft es darauf
raus, dass Dreistigkeit siegt!
Auch innerhalb der Gruppen kann LoB zu Neid und Missgunst führen. Hier auszugleichen und Konflikte zu entschärfen ist die Aufgabe des Bewertenden. Oder der Gruppe, denn sie kann eine Gruppenbewertung verlangen. Wenn sie sich einig ist ...
Wir meinen, Teamgeist ist in der Wissenschaft ein Muß. Die Zeiten genialer Entdecker sind vorbei. Daher ist jede Form von LoB, das Konkurrenzdenken fördert, in der Wissenschaft kontraproduktiv.
Die Bewertung im Mitarbeitergespräch ist konkret und persönlich. Einige Zeit später erhält man dann ein Schreiben von PMA, in dem man erfährt, was aus dem ursprünglichen Beurteilung geworden ist. Ohne nähere Erläuterung.
Wenn dann, wie häufig geschehen aus einem Lob ein Tadel wird, gibt es dazu keine inhaltliche Begründung. Die Formeln haben es eben verlangt!
Ein Schelm, der jetzt noch von Förderung
der Arbeitsmotivation
spricht!
Diese Form von LoB ist ein Musterbeispiel
dafür,
Stand: 20.8.2010 © Ver.di-Betriebsgruppe am KIT Email: info ät wir-sind-kit.de