Ver.di@KIT-Logo Wir sind das KIT!
Befristete Arbeitsverträge
Ver.di@KIT-Logo
Position:   Befristete Arbeitsverträge

Aktuelles:


Evaluation des WissZeitVG

HIS-Bericht zur Evalua-
tion des WissZeitVG ist erschienen



Ergebnis der Umfrage Stimmungsbildabfrage
Zeitvertrag
vs.
Festvertrag

Befristete Arbeitsverträge am KIT

Durch die Ausweitung des Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG) auch auf Beschäftigte in Technik und Verwaltung ist eine weitere Möglichkeit entstanden Arbeitsverträge endlos zeitlich zu befristen (siehe auch Handreichung zum WissZeitVG). Wird die Stelle überwiegend aus Drittmittelprojekte finanziert, ist mit der Änderung des Projekts oder der Finanzierung ein neuer Befristungsgrund entstanden. Die Folge eines solchen Handels sind endlose, oft willkürlich zeitlich befristete Arbeitsverträge (Kettenverträge). Bisherige Praxis ist nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) befristet zu beschäftigen.

Dies geht ohne sachlichen Grund nur bis zu einen Zeitraum von 2 Jahren. Werden Sachgründe angegeben, ist auch hier eine beliebige Anzahl von Arbeitsverträgen möglich, wenn die „Kreativität“ des Arbeitgebers bei der Auswahl des Sachgrundes groß ist.

Der Anteil der Befristungen am KIT nimmt ständig zu: Im Oktober 2009 waren im Campus Süd etwa 93% aller wissenschaftlichen Angestellten und ca. 31% aller Nichtwissenschaftler befristet angestellt. 2010 waren es dagegen 90% Wissenschaftler und 40% Nichtwissenschaftler.
Im Campus Nord sieht es wegen langfristiger Forschungsaufgaben etwas anders aus (54% der wissenschaftlichen Mitarbeiter und 17% der Nichtwissenschaftler waren 2009/2010 befristet angestellt). Eine Familien- und Lebensplanung ist für die Betroffenen dann nur schwer möglich, gleich ob Wissenschaftler oder Beschäftigte in Verwaltung und Technik. Aktuelle Stellenausschreibungen sind in allen Bereichen fast immer befristet.

Arbeitskreis "Befristete Arbeitsverträge"

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) bildete sich der Arbeitskreis "Befristete Arbeitsverträge" AKBA, um Lösungen für eines der Hauptprobleme von KIT-Beschäftigten zu erarbeiten und bekannt zu machen. AKBA ist ein Arbeitskreis der ver.di-Betriebsgruppe des KIT.

Aktuelles Flugblatt  des  AKBA Juli 2011
Flugblatt ver.di zu diesem Thema

Email-Kontakt zum AKBA

Beschäftigungsbedingungen in Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind in Deutschland durch Instabilität, nicht adäquate Anerkennung der Leistungen und fehlende Karriereplanung für die Beschäftigten gekennzeichnet. Der Wissenschaftsbereich scheint sich zu einem besonderen Experimentierfeld für die Flexibilität der Beschäftigten zu entwickeln. So kann es sogar passieren, dass bestimmte Forschungsfelder und -leistungen nicht stabil entwickelt bzw. fortgeführt werden können. Ist das in einer Zeit, in der die gesellschaftliche Entwicklung mehr und mehr vom Zuwachs wissenschaftlicher Erkenntnisse und von deren produktiver Umsetzung abhängt, akzeptabel?
Die folgenden Beiträge analysieren die gegenwärtige Situation, vergleichen sie mit den Anforderungen, die an Deutschland als Teil der Europäischen Union gestellt werden, und geben Anstöße, wie den Herausforderungen begegnet werden kann.

Probleme des Mittelbaus
Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten bei prekärer Arbeit
Aufruf zur Mitarbeit von Doktoranden
prekäre Beschäftigungsbedingungen bei Wissenschaftlern (ver.di)
prekäre Beschäftigungsbedingungen allgemein (HBS)

Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG)

gilt seit April 2007. Es hat die bereits vorher bestehenden Befristungsregelungen aus dem Hochschulrahmengesetz für Wissenschaftler/innen (6 Jahre bis zur Promotion, 6 Jahre bzw. 9 Jahre – Medizin – nach der Promotion) übernommen und neue Bestimmungen eingeführt. Jetzt wurde es evaluiert. Der ursprünglich im Juni 2010 erwartete Abschlussbericht des BMBF liegt seit März 2011 vor. Es wurden personalwirtschaftliche und arbeitsvertragliche Daten an ausgewählten Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen erhoben, Wissenschaftler/innen befragt und Expertengespräche geführt. Der Bericht sollte auch Verbesserungsvorschläge für die Handhabung von Befristungsregelungen entwickeln.
Weitere Infos zum Bericht auf unserer Seite HIS-Evaluation des WissZeitVG.

ver.di vorab zur Evaluation
Wissenschaftszeitvertragsgesetz (mit Begründung, Stellungnahme von ver.di)
Handreichung zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz
BMBF:Befristungsrecht für Arbeitsverträge in der Wissenschaft
Häufig gestellte Fragen zum Wissenschaftszeitvertragsgesetz


Stand: 21.04.2011      © Ver.di-Betriebsgruppe am KIT      Email: info ät wir-sind-kit.de